Was ist Mediation?

mediation.gif
In vielen Konflikten sind Impulskräfte für neue Entwicklungen enthalten – diese Impulse greifen wir in der Mediation auf. So wird nicht nur der aktuelle Konflikt beigelegt, sondern Mediation wird zum Ausgangspunkt für Entwicklungsprozesse von Menschen und Organisationen.

Mediation ist ein kooperatives Vermittlungsverfahren zwischen zwei oder mehreren Parteien, um Konflikte zeit- und kostensparend zu einvernehmlichen Win-Win-Lösungen zu bringen, die kreative, neue Formen des Miteinanders möglich machen. Mediation ist ressourcen-, lösungs- und zukunftsorientiert und dient der gütlichen Einigung. Es geht nicht um Fragen nach „Schuld“ oder „Nicht-Schuld“, sondern darum, wie die Parteien einen für sie zufriedenstellenden Interessensausgleich finden und in Zukunft auf einer tragfähigen Basis miteinander umgehen wollen. Im Gegensatz zum Gerichtsverfahren entscheiden ausschließlich die Parteien, worüber sie verhandeln und wie sie ihren Konflikt lösen. Freiwilligkeit ist eine unbedingte Voraussetzung für Mediation.





Die Einsatzmöglichkeiten für Mediation reichen von Familien- und Scheidungskonflikten, Erbstreitigkeiten, über Nachbarschafts- und Mietstreitigkeiten, Schulkonflikten, Konflikten in der Arbeitswelt, im Wirtschaftsleben und in der Unternehmensnachfolge, bis hin zu Raumplanungs- und Umweltkonflikten.

Qualifizierte MediatorInnen sind fachlich speziell ausgebildete, allparteiliche VermittlerInnen mit hoher sozialer Kompetenz und viel Erfahrung. Sie sind weder RichterInnen noch SchiedsrichterInnen, sie urteilen auch nicht. Ihre Aufgabe ist es, die Parteien von ihren Positionen zu ihren dahinterliegenden Interessen zu führen, ihnen wertschätzende, ressourcen- und lösungsorientierte Kommunikationsformen zu eröffnen, und sie beim Finden kreativer, nachhaltiger Lösungen zu unterstützen.

Mediationsgespräche sind vertraulich. Eingetragene MediatorInnen unterliegen der Schweigepflicht. Sie dürfen auch nicht als ZeugInnen bei Gericht vernommen werden, was die Konfliktparteien schützt.

Weiters bestimmt das Zivilrechtsmediationsgesetz, dass alle Fristen im Zusammenhang mit einer Mediation durch eingetragene MediatorInnen per Gesetz gehemmt sind. Damit haben Konfliktparteien während aufrechter Mediation keinen juristischen Nachteil durch den Ablauf zivilrechtlicher Fristen zu befürchten.

Folder zum Downloaden:

Mediation